Nachdenkenswertes zum Thema Geschäftsgebahren

30 05 2009

Videos gefunden beim sehr empfehlenswerten John Harrington.

Für die meisten Menschen ist es nur ein lustiger Clip mit bizarren Kunden die irgendwo zwischen balla-balla und unverschämt sind. Kein Mensch würde sich so aufführen.

Für die meisten Fotografen ist es dagegen ein Wiedersehen mit Leuten die auch schonmal an die eigene Tür geklopft haben und die man wieder weggeschickt hat oder mit denen man nach einem Job jede Menge Ärger hatte. Ich erinnere mich da z.B. an einen Möchtegernkunden, der ein Angebot für Portraits einer Bundesliga-Handballmannschaft für irgendeinen Sponsoren eingeholt hat und dann verlauten ließ, er habe da aber einen Fotografen, der macht ihm für 80,- Euro eine CD mit 200 Bildern. Als ich ihm dann leider sagen mußte, daß sich seine Honorarvorstellungen leider schon mit meinen Fahrtkosten im Angebot beißen und er dann doch den 80-Euro-Kollegen buchen muß, kam dann ein lustiges „ja, aber sie fotografieren besser“ und er könne mich vielleicht mal bei irgendeinem Handballspiel reinbringen und da dürfte ich dann fotografieren und das ganze wäre ja auch eine tolle Chance. Hurra! Schade um die Arbeitszeit für das Angebot. Die tolle Chance habe ich dann gerne für den 80-Euro-“Kollegen“ stehen gelassen.

Wer aber in den Typen aus dem Video sogar das normale Geschäftsgebahren  der eigenen Kundschaft wiedererkennt, der sollte seine eigenen Geschäftspraktiken doch irgendwie mal überdenken. Es sei denn natürlich er hat selbst Restaurantbesitzer, Vermieter, Fotohändler und Autohaus gefunden bei denen er als Kunde die Preise diktieren kann, dann kann das natürlich trotzdem funktionieren.


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