Dicke schwitzen, wenn es heiß wird…

1 07 2009

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Ich weiß ja selbst wie das ist: Dicke schwitzen schneller und mehr und so. Und das kann schon nerven, weil man sich ja naßgeschwitzt im Wind erkälten kann und sich auf dunkler Kleidung dann auch irgendwann eine Salzkruste bildet und man dann aussieht wie ein Zebra, wie ein dickes Zebra.

Jürgen Banzer, der Hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, dürfte grob geschätzt noch etwas schlimmer schwitzen als ich. Aber das man deswegen gleich für ein ganzes Bundesland Hitzewarnstufen ausruft und man, nur weil es diese Woche an drei Tagen nacheinander 30-32°C geben wird sogar die Hitzewarnstufe 2 ausruft finde ich dann doch etwas übertrieben.

Irgendwie kommen einem doch Zweifel an der Lebensfähigkeit der Bevölkerung dieses Landes, wenn schon normales Sommerwetter in die Nähe von Pandemien und Naturkatastrophen gerückt wird und man Überlebenstips rausgibt, die irgendwie an die Merkblätter zum Verhalten bei Atomangriffen erinnern. Wie haben unsere Eltern und Großeltern bis heute überleben können? Wie konnten wir als Kinder 40°C im Sommer überleben und das sogar toll finden?

Wenn man sich aber man das Merkblatt hier anschaut, dann trägt das den spannenden Titel:

KLIMAWANDEL UND GESUNDHEIT

Informationen zu gesundheitlichen Auswirkungen sommerlicher Hitze und

Hitzewellen und Tipps zum vorbeugenden Gesundheitsschutz

Und wenn man dann noch die folgende Pressemitteilung gelesen hat, dann kann man allerdings auch irgendwie den Eindruck gewinnen, daß die Klimakatastrophe kein größeres Problem ist, wenn man einfach ordentlich kalte Getränke bevorratet und dafür sorgt, daß die Omas und Opas in den Heimen im Schatten stehen.

Und was kaltes Trinken ist ja irgendwie auch viel weniger stressig als sich Gedanken über den eigenen CO2-Ausstoß zu machen, oder?

29.06.2009 – Pressemitteilung
ab Donnerstag Hitzewarnstufe 2

Wiesbaden. Bei den derzeitigen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes wird das HMAFG (Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit) ab Donnerstag dieser Woche erstmals in diesem Jahr die Hitze-Warnstufe 2 ausrufen, nachdem ab dem heutigen Montag, 29. Juni 2009 bereits Hitzewarnstufe 1 gilt. Sollte die Hitze-Warnstufe 2 aufgrund einer Veränderung der Wetterlage entfallen, informiert das HMAFG umgehend. Die Hitzewarnstufe 2 gilt aufgrund einer anhaltend starken Wärmebelastung von mehr als drei Tagen in Folge. Die fortdauernde starke Wärmebelastung erhöhe die Gefahr gesundheitlicher Beschwerden für die gesamte Bevölkerung. Staatsminister Jürgen Banzer appellierte deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, ihr Verhalten an diese Belastungssituation anzupassen.

Er verwies auf verschiedene Verhaltensmaßregeln, die bei den anhaltenden hohen Temperaturen zu beachten seien: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen sie erst nachts zum Lüften.“ Darüber hinaus sollten vor allem leichte Speisen verzehrt werden und viel getrunken werden. Alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke seien dabei nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet, geachtet werden müsse auf einen Ausgleich des durch Schwitzen bedingten Salzverlustes.

Über die hessischen Heimaufsichtsbehörden sind die Alten- /Pflegeheime und Heime für Menschen mit Behinderungen zu verstärkten Anstrengungen zum Schutz der ihnen anvertrauten Menschen aufgerufen. So muss der Gesundheitszustand der Heimbewohner regelmäßig kontrolliert werden. „Wichtig ist, dass sich die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner nicht in zu warmen Räumen aufhalten oder zu wenig trinken“ sagte Staatsminister Jürgen Banzer. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Heimaufsicht kontrolliert.

Da jedoch nur jeder dritte pflegebedürftige Mensch in Hessen in einem Heim lebt, appellierte Jürgen Banzer auch an die Pflegedienste und die pflegenden Angehörigen, auf die anhaltend hohen Temperaturen zu reagieren. Zur Unterstützung dieser Pflegebedürftigen, aber auch grundsätzlich zur Aufmerksamkeit gegenüber den besonders gefährdeten älteren Menschen mit Herzkreislauf- oder Atemwegserkrankungen seien Angehörige, Nachbarn sowie die betreuenden Ärzte aufgerufen.

Die aktuelle Warnsituation kann von der Bevölkerung auf der Interseite des DWD (www.dwd.de ) abgerufen werden. Hinweise für Maßnahmen zur Vermeidung von Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Hitze sind im Internet unter www.hmafg.hessen.de/Gesundheit/krankheitenundvorsorge; www.rp-giessen.de mit der Bezeichnung „Hitze – Handlungsempfehlungen für die Praxis“ zu finden.





Wie man die Welt rettet (Teil 2)

13 11 2008

Journalisten sind eine Belastung für die Umwelt; so wie eigentlich alle Menschen. Photojournalisten ganz besonders. Meist muß man erstmal von a nach b, oft muß man dann um b noch ein wenig drumherum. Oft muß man mehr mitnehmen als man auf dem Rücken tragen will/kann, mag auch mal ein paar Kilo im Auto liegen lassen können. Oder, man hat einfach nicht die Zeit irgendwo in der Gegend zu warten bis einer der 3 täglichen Busse vorbeikommt oder man will/muß an Orte wo es keine Busse oder Bahnen gibt. Und nicht zuletzt ist da immer das Problem, daß Plan und Realität selten eins sind und da kaum die Zeit ist erstmal mit der S-Bahn heimzufahren und sich ein Auto, oder nur das Stativ aus dem Kofferraum, zu holen.

Aber es gibt Tage, an denen das schlechte Gewissen dann doch schlagartig nachläßt.

Früher war der „nette Grüne von nebenan“ der im Norwegerpulli mit einem uralten qualmenden VW-Bus durch die Gegend tuckerte und der den Yuppie im Golf mit Katalysator böse anschaute ein lustiges Klischee. Und genau das muß in den Köpfen der Bundesregierung rumgespukt haben als man auf die tolle Idee kam, daß neue Autos gut für die Umwelt wären und man das fördern müßte; irgendwie.

Und so bietet sich nun die einmalige Gelegenheit seinen alten Lupo 3L TDI von VW gegen einen schicken neuen Porsche Cayenne (310-361g CO2 pro km) zu tauschen. Zum Dank für 4-5 mal soviel Verbrauch und CO2-Ausstoß bekommt man dann großzügig die Steuer erlassen.

Wer sich dagegen einen gebrauchten Lupo 3L oder einen gebrauchten Toyota Prius mit Hybridantrieb kauft geht leer aus und zahlt volle Steuern.

Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil der neue gebrauchte hier knapp über den von der EU angestrebten 120g/km liegt.





Wie man die Welt rettet (Teil 1)

20 08 2008

Die Welt rettet man, indem man Wasser spart. Wasser spart man, indem man ein Urinal erfindet, das keine Spülung hat und deswegen kein Wasser verbraucht.

Warum dann aber, sobald jemand an die Schüssel herantritt eine Glühbirne im Urinal angeht, um ein Werbedisplay zu beleuchten, und man somit nun statt Wasser Strom verbraucht, wird wohl das Geheimnis des Herstellers bleiben.