Warum Fotografen oft wie Idioten behandelt werden.

Oft fragt man sich ja warum Fotografen wie Idioten behandelt werden und man ihnen teilweise mit so doofen Sachen begegnet wie den Argumenten des Herausgebers von GUP im vorherigen Post.

Eine Erklärung dafür dürfte darin liegen, daß viele Fotografendarsteller einfach so dermaßen bräsige und dumme Dinge tun, daß man anderen Menschen nicht wirklich böse sein kann, wenn sie Fotografen per se für Idioten halten.

Beispiel gefällig?

Bitte schön: FOCALPOP!

Ein tolles Geschäftskonzept und das geht so:

Wenn ich ein Haus gebaut haben will oder eine andere Handwerksleistung wünsche, stelle ich da eine Anzeige ein und erkläre, wie das Haus oder was immer ich will aussehen soll und dann können Baufirmen, Bauarbeiter und andere Handwerker Häuser oder was immer ich will bauen und mir dann zeigen.

Ich suche mir nur das Haus oder die sonstige Handwerkerleistung aus, welche(s) mir am besten gefällt und bezahle den Preis den ich anfangs dafür ausgelobt habe. Die anderen Anbieter dürfen ihre Häuser oder was sie sonst gemacht haben wieder mit nachhause nehmen und bleiben auf allen entstehenden Kosten sitzen.

Klar, sagt jetzt jeder: „Man findet doch keinen Handwerker oder Bauunternehmer, der so doof ist, daß er da mitmacht und da wo er früher ein Angebot geschrieben hätte gleich auf eigene Kosten irgendwas baut, auf dem er am Ende sitzen bleibt! Das ist doch nur zum Vorteil des Auftraggebers und derer die diese Plattform betreiben und fette Provisionen abkassieren.“

Stimmt, und deswegen beschränkt sich FOCALPOP auch nur auf Fotografen als Leistungserbringer. Dieser Personengruppe scheint man zuzutrauen, daß sie so doof sind das zu machen.

Kein Wunder, das sind ja auch die, die ihre Arbeit für Cent-Beträge bei Microstock-Agenturen verramschen, gell?

Das ganze ist auch Thema bei John Harrington.

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3 thoughts on “Warum Fotografen oft wie Idioten behandelt werden.

  1. Auf vielen anderen Feldern sieht es doch genauso aus. Da gibt es sehr ähnliche Plattformen (Logoentwicklung, Geschäftspapiere, Webdesign, …) und genügend Leute die da mitmachen und meistens erst sehr spät feststellen, das man so nur ein Einkommen unterhalb von Hartz4-Niveau generiert.

    Ich bezweifle bei FocalPop aber grundsätzlich, dass das Geschäftskonzept aufgeht. FocalPop konkurriert im Prinzip mit den ganzen Micro- und MakroStockagenturen. FocalPop würde nur dann interessant, wenn man bei den Agenturen nichts Passendes findet. Im Normalfall wird man dort aber
    1. schneller das Passende finden
    2. rechtlich abgesicherter sein
    3. bei der Qualität keine Enttäuschungen erleben. Bei FocalPop muss der Fotosuchende unter Umständen bezahlen, ohne das passende Foto bekommen zu haben (z.B. bei 15 eingereichten Fotos, die alle grottig sind)

  2. Netter Post zu dem Thema, der Innovativste denke ich, den ich bis jetzt gelesen habe. War da nicht neulich schon mal ein Beitrag drüber? Viele Grüße, Johannes Arslan

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