Hurra, sie rauscht!

Das, was die Bildqualität der Lumix LX-5 oder Leica D-LUX 5 ausmacht, ist schlicht und einfach, daß sie rauscht. Und das ist durchaus positiv gemeint, denn zwischen 200 und 800 ASA kommen da zwar verrauschte RAW-Dateien raus (alles andere wäre ein Wunder), aber damit kann man viel besser umgehen als mit den völlig verschmierten entrauschten JPGs aus anderen Kameras.

Bei 80-100 ASA bekommt man (wie schon bei der LX-3 / D-LUX 4) RAW-Daten die nahezu frei von Rauschen und natürlich, RAW sei Dank, auch frei von JPG-Artefakten sind und die Qualitativ, locker mit einer älteren DSLR mithalten können.

Und dadurch in Sachen Detailwiedergabe bei feinen Strukturen, Haaren etc. deutliche Vorteile gegenüber Kompaktkameras hat, die nur JPG ausgeben können.  Und auch in Sachen Dynamikumfang/Kontrastumfang schlägt sie sich besser als viele andere Kompaktkameras, wobei die RAW-Daten auch nochmal eine ganze Menge zusätzlichen Spielraum bieten, um Tiefen oder Lichter zu retten.

Die nächste große Neuerung ist der elektronische Sucher. Und da muß ich bei aller Skepsis, Ablehnung und Begeisterung für den angekündigten Hydridsucher der Fuji X100 zugeben, daß ich ihn schon irgendwie ein wenig schätzen gelernt habe. Nicht unbedingt, weil das Sucherbild toll wäre, sondern schlicht deswegen, weil man Informationen im Sucher hat und man die LX-5 / D-LUX 5 damit bedienen kann, wie ich das bei meinen anderen Kameras mache: in M mit Spotmessung. Dabei kommt dann noch das neue Einstellrad als hochwillkommene Neuerung dazu, weil man da durch einen leichten Druck auf das Rad zwischen Blende/Zeit (oder +/- Korrektur) wechseln kann, ohne irgendwelche Knöpfe drücken zu müssen.

Ob man die Bilder (siehe oben) die mit der Kamera bei 800ASA entstehen mögen kann oder nicht hängt sicher in erster Linie davon ab wie sehr man von Rauschen in Panik versetzt wird oder sich in Panik versetzen läßt. Und natürlich auch von der Frage, ob man die Bilder benutzen oder in 100% auf einem Monitor ansehen will.

Wenn man ordentlich belichtet, ein wenig entrauscht, bekommt man brauchbare Bilder, bei denen die Frage ob sie brauchbar sind oder nicht davon abhängt ob man was interessantes fotografiert hat oder ob man sich auf den Mond und das belanglose Dach des Pizzeriabiergartens beschränkt.

Wenn man sich ein wenig von der Angst vor der 100% Ansicht befreit (und man sich an das Korn der guten alten Filme erinnert), dann macht auch die V-LUX 20 bei 400 und 800 ASA keine allzu großen Bauchschmerzen, erst recht, in Situationen wo die Kamera in der Jacketasche viel angenehmer zu erreichen ist als die im Kofferraum. Und deswegen hänge ich hier jetzt der 100% Panik zum Trotz noch ein paar V-LUX 20 Bilder an, die sind nämlich viel schlechter als die aus der LX/D-LUX:

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