Mit sinnlosen Klickstrecken Kohle machen

Ein tolles Beispiel für eine Bildstrecke, die nicht informieren soll, sondern bei der es nur darum geht, daß der Leser viel klickt und mit den Klicks Geld verdient wird.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/gallery.rettungskraefte-im-grosseinsatz-zug-am-hauptbahnhof-entgleist-param~1~0~0~60~false.aa75e1e4-db4e-4de7-9e79-9efe97ef727a.html

Manche Bilder haben so garnichts, was die Geschichte zeigt, um die es angeblich geht. Z.B. Nummer 60 „Eine Polizeihundertschaft verfolgt ein Rentnerpaar…“

Und welchen Informationsgewinn der Leser der Bild 14 gesehen hat aus Bild 16 ziehen soll (außer vielleicht „der Fotograf hat ein Zoomobjektiv“), das bleibt auch das Geheimnis der Stuttgarter Zeitung:

4 Kommentare

  1. Wäre mir dabei nicht sicher, ob es sich nicht einfach um einen schlechten Job der (Online-) Redakteure der Stuttgarter Zeitung handelt. Denn: Oftmals müssen ja „alte“ Redakteure, die nur Print gewohnt sind, die Online-Sparte mitmachen. Und denen wird beim Crash-Kurs wohl mitgegeben, „je mehr Bilder, desto besser“. Dass es sich dann bei dem eingespeisten Material teilweise um fast identische Motive, Blickwinkel handelt – ohne Nachrichtenwert – ist vielen Redakteuren nicht so klar. Denn oft sind es eben auch schreibende Kollegen, keine Bildredakteure. Und dann werden eben einfach mal 61 Fotos hochgeladen, obwohl es fünf bis zwölf auch getan hätten. Vorsatz würde ich den Kollegen dort nicht unterstellen. Als Positivbeispiel (mit guter Bilderauswahl) ist im Online-Bereich imho der Marktführer „Spiegel Online“ zu nennen. Nicht zu viele Fotos, von verschiedenen Agenturen etc. Aber die haben eben auch eine „Spiegel Online“-Bildredaktion… ;-) (Kleine) Lokalzeitungen haben meist im Online-Bereich (gerade Fotos/Videos) wirklich etwas aufzuholen.

  2. Das sind doch alles nur schwache Ausreden.

    „Wäre mir dabei nicht sicher, ob es sich nicht einfach um einen schlechten Job der (Online-) Redakteure der Stuttgarter Zeitung handelt. “

    Natürlich ist das ein schwacher Job der Online-Redakteure der Stuttgarter Zeitung.

    Aber, wer sollte sonst einen schlechten Job auf der Website der Stuttgarter Zeitung machen?

    Natürlich können jede Menge Redakteure den Informationswert eines Bildes nicht einschätzen (würden das aber nie zugeben, sondern sagen dann lieber das Bilder keinen solchen Informationswert haben, sondern eher ein Schmuckelement sind).
    Natürlich hat denen einer gesagt „je mehr desto klick desto besser“
    Natürlich haben manche von denen Online nicht gelernt, wobei es mir als schwaches Argument erscheint, daß der Redakteur der früher das eine Bild oder mal zwei für Print ausgewählt hat, heute nicht mher sieht, wenn er zwei identische Bilder nebeneinander stellt.
    Natürlich ist denen offenkundig einiges nicht ganz klar.
    Natürlich sind das wohl keine Bildredakteure.

    Und: Natürlich haben die was aufzuholen.

    Aber das wird man nie schaffen, wenn man die Fehler als Entschuldigungen für die Fehler benutzt. Um aufzuholen müßte man die Fehler erkennen, etwas aus den Fehlern lernen und es dann ändern.

  3. Ja, das ist alles wohl richtig. Das einzige, was ich bezweifele, ist die Einschätzung, dass es „nur darum geht, daß der Leser viel klickt und mit den Klicks Geld verdient wird“.

  4. Doch, das ist der Grund, warum man sowas macht. Leider!

    Das ist kein großes Geheimnis. So wird derzeit noch bei ganz vielen Werbung abgerechnet. Und da bringen dann viele Klicks in einer sinnlosen Klickstrecke mehr Geld als Leser die Artikel wirklich lesen.

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