Billige Foto-Clichés wie das Pictogramm an der Klotür

Jan Banning hat völlig recht! Es sind immer wieder die gleichen Clichés, die nichts weiter machen als Vorurteile zu bedienen.

Diese Bilder ezählen nichts, hinterfragen nichts, sondern sind unkritische Pictogramme die dem Leser anzeigen wo der Krieg, das Klo oder der Babywickelraum sind. Und das alles genau so, wie er den Krieg und all die anderen Dinge schon kennt, nur vielleicht von Jahr zu Jahr ein wenig bunter, kontrastiger, photogeshoppter.

http://www.janbanning.com/icon-or-cliche-photojournalism-and-world-press-photo-2013

„What do these photos show us about these conflicts? What we seen last year from Libya we now see from Syria. What we seen last year – and many times before that from Gaza – we see again now. The same men and women (in their cliché’d roles), the same weapons, the same wounded and dead: visual archetypes.  It’s all very poignant, that’s for sure, and vividly photographed by brave, inspired and professional photographers. But it is visualised and presented in such a way that the conflicts have become inter-changeable through the repitition of the photographed aspects and the comparable visual language.“

Fotos können dem Betrachter Geschichten erzählen, sie können ihn herausfordern, das Gezeigte zu verstehen, wenn er im Bild lesen kann und muß. Das Bild, das nur die Clichés in seinem Kopf bedient kann das nicht.

Und dieser Mangel an Inhalt und echter Bedeutung, mag auch eine Erklärung sein, warum Bilder so massiv aufgehübscht werden müssen wie das diesjährige WPP Gewinnerbild.

Aber auch beim WPP gibt es Fotos die mit diesem Cliché-Mechanismus brechen:

„Surprisingly, even in WPP’s conflict categories we do find an example of a photo that questions issues that we regard as self-evident: the photo in which we see members of the Syrian opposition – in our (western) eyes we like to think of them as the good guys – torturing a man who is suspected of collaborating with the Assad regime (Spot News, 2nd prize singles). We can conclude from the fact that the tortured man was released after 48 hours that he appeared to be innocent. This photo shows us that we can’t always divide the world easily into categories like ‘good’ and ‘evil’.“

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