Reportage überall

Was ich immer schonmal sagen wollte:

Wenn es ein Wort gibt an dem Unmengen von Journalisten und Journalistendarstellern scheitern, dann ist es „Reportage“.

Also, schauen wir mal, was wikipedia da sagt:

“ In den Printmedien steht der Begriff gemeinhin für einen dramaturgisch aufbereiteten (siehe auch Reportagefotografie) Hintergrundbericht, der einen Sachverhalt anhand von konkreten Beispielen, Personen oder deren Schicksalen anschaulich macht. Während Nachricht und Bericht Distanz wahren, geht die Reportage nah heran und gewährt auch Beobachtungen und weiteren Sinneswahrnehmungen ihrer Protagonisten Raum.“

Und jetzt möge mal mancher selbstkritisch nachdenken,

– ob die Wiedergabe eines Gesprächs eine Reportage über das ist, was der andere da erzählt?

– ob etwas am Schreibtisch entstandenes eine Reportage sein kann? Ob ein Telefon das rausreißt?

– ob eine Galerie auf der Website mit drei Bildern von einem Wasserwerfer einen wirklich als Reportage-Spezialisten ausweist?

– ob ein totgeblitztes Politikerbild von einer Wahlkampfveranstaltung schon eine Reportage ist?

– ob eine Zusammenstellung von Agenturfotos eine Fotoreportage ist?

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