Bilder, Häuser und Fabriken

Nur mal so als Gedanke: Wie wäre es, wenn es nicht um Kunstwerke ginge, sondern die Behörden heute ein Haus oder eine Firma beschlagnahmt hätten, in deren Besitz der Vater eines 80jährigen zur Nazi-Zeit gekommen war und das vorher das Haus einer jüdischen Familie oder die Firma eines jüdischen Unternehmers war?

Der alte Mann mit den 1000 Bildern ist ein bequemer Sündenbock, um die Schuld an allem einfach auszulagern und sich demonstrativ auf die Seite des Guten zu stellen. Natürlich, ohne das Handeln der eigenen Vorfahren in Frage zu stellen.

Warum sollte man nicht auch nach Jahrzehnten noch Villen und Firmen beschlagnahmen können, wie man das gerade mit Bildern getan hat?

Weil ungleich mehr Menschen in diesen Häusern leben als es verschrobene alte Männer mit Kunstsammlungen gibt?

Wirft nicht jeder Stolperstein im Bürgersteig vor einem Haus ein Stück weit die selbe Frage auf wie die Kunstsammlung im Hause Gurlitt?

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/schwabinger-kunstfund-gurlitt-sieht-sich-zu-unrecht-verfolgt-a-934075.html

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