Einsatz der Bundeswehr im Inneren?

Egal, was man über Menschen denkt die Waffen sammeln und die es toll finden einen Wehrmachtspanzer im Keller stehen zu haben:

Die Fragen, ob das einen Einsatz der Bundeswehr als Hilfspolizei „m Inneren“ rechtfertigt, ob es wirklich keine Privatfirma gibt die einen Panzer aus einer Garage ziehen kann und die Frage ob es keine (kostengünstigere) Alternativen zur Beschlagnahme gegeben hätte, stellen sich da durchaus.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/panzer-in-heikendorf-anwalt-haelt-bundeswehr-einsatz-fuer-rechtswidrig-a-1042043.html

Und beim nächsten von Studenten besetzten Hörsaalgebäude kommt das KSK, weil sich keine Privatfirma in Deutschland so gut mit „Häuserkampf“ auskennt?

Wobei die Behauptung, daß nur die Bundeswehr da einen Panzer abtransportieren kann einen besonders komischen Beigeschmack hat, wenn man immer wieder auf der Autobahn sieht, daß die Bundeswehr selbst, Transporte ihrer Panzer, outsourced. Einfach mal nach Bildern zum Begriff „Panzertransport“ googlen…

http://www.abload.de/img/img_96251fem0.jpg

http://www.hansebube.de/forum/f06ulgrpanzer18.jpg
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One thought on “Einsatz der Bundeswehr im Inneren?

  1. Auf der Basis dieser Argumentation muss man dann auch konsequenterweise Katastrophen-Hilfseinsätze der Bundeswehr (Stichwort „Hochwasser“) kategorisch ablehnen. Kann man machen, ich sehe das allerdings anders.

    Was nun diese Panzerbergung anbelangt: Diese Diskussion ist im Kern ja nun auch schon etwas älter und wird Dir wahrscheinlich bekannt sein: Private Bergungsunternehmen jammern regelmäßig, wenn die Feuerwehr nach Unfällen Bergungen der Unfallfahrzeuge durchführt. Insbesondere sind die Feuerwehrkrane in den größeren Städten der Privatwirtschaft ein Dorn im Auge. Von daher ist diese Panzerbergung meiner Meinung nach als Fortsetzung dieser Dauerdiskussion unter leicht anderen Vorzeichen zu sehen.
    Die Polizei wird in diesem Fall die Bundeswehr wahrscheinlich – im offensichtlichen Gegensatz zur Privatwirtschaft – als „Soda-Kosten“ angesehen haben. Außerdem darf man wohl ausgehen, dass sich – alte Reichswehrtechnik hin oder her – Soldaten einer Instandsetzungseinheit der Bundeswehr mit einem Panzer besser auskennen als ein privates Bergungsunternehmen. Der Vergleich zu den „zivilen“ Panzertransporten greift hier übrigens auch nicht, denn die Panzer werden hierbei üblicherweise von Soldaten ver- und entladen. Die Privatspedition übernimmt nur das eigentliche Fahren über die Straße. Und last but not least muss man wohl auch davon ausgehen, dass auf dem fraglichen Anwesen noch scharfe Waffen und/oder Munition herumliegen könnten. Auch da wäre mir persönlich nicht unbedingt wohl dabei, wenn dazwischen „Zivilisten“ herumstolpern.

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