Die groteske „kommerzielle Tochter“

Hendrik Zörner vom DJV erklärt bei Zapp, der DJV habe ein Problem mit Presserabatten, weil sich Journalisten, die sowas annehmen in Abhängigkeiten von Unternehmen begeben würden.

Die Rabattmodelle des DJV seien aber kein Problem, weil da die „kommerzielle Tochter“ des DJV dazwischen geschaltet sei.

Auf die Idee muß man erstmal kommen. Korruption ist keine Korruption mehr, wenn man eine Tochterfirma gründet, die die Geschenke an die Empfänger verteilt.

Klaus Kocks bringt es im Zapp-Beitrag auf den Punkt: „Was ändert sich an der Korruption, dem korruptiven Angebot an eine Berufsgruppe, dadurch, daß jetzt nicht mehr der Einzelne empfänglich ist, also die Hand aufhält, sondern sein eigener Berufsverband das systematisch organisiert. Das ist ja grotesk!“

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Von-gestern-Rabatte-fuer-Journalisten,presserabatte114.html

Weiter heißt es von Seiten des DJV die Rabatte gäbe es eh nur, weil die Mitglieder eine „potente Käuferschicht“ seien und diese Rabatte (es geht wohl um bis zu 40%) gäbe es auch für Autofahrer beim ADAC. Da müßten die Automobilkonzerne doch doof sein, ausgerechnet den potenten Käufern des DJV im Preis entgegen zu kommen.

Da möchte ich doch mal das aktuelle Presseausweis-Antragsformular 2016 des bayerischen Landesverbandes des DJV zeigen. Rote Rahmen betonen ja gemeinhin, was wichtig ist.

Bildschirmfoto 2015-09-19 um 00.52.16

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