Verkehrserziehung

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/diesel-preis-faellt-warum-der-billigsprit-kein-grund-zum-feiern-ist-a-1066495.html

„Doch Freude ist nicht angebracht. Langfristig wird uns ein billiger Spritpreis teuer zu stehen kommen. Er wird mehr kosten, als uns lieb ist – im schlimmsten Fall Menschenleben.
Dieselabgase verursachen Luftverschmutzung in den Städten – durch Feinstaub und Stickoxide.“

Klar, denn ich fahre jetzt zu jedem Job in Frankfurt über Würzburg und meine Frau fährt jeden Tag mehrmals zur Arbeit. Und nachts lassen wir die Karren einfach durchlaufen.

„Wie dramatisch die Lage aktuell ist, zeigen Ballungsräume. Die Behörden in Peking riefen während des Klimagipfels in Paris Smog-Alarm aus,“

Der Zusammenhang mit meinem Auto, den Dieselpreisen hier ums Eck und dem Klimagipfel in Paris, der erschließt sich mir nicht so ganz und ich hätte jetzt eher gedacht, dass das am Verkehr in Peking und den Abgasen aus Heizungen, Fabriken und Kraftwerken in Peking liegt und auch dann passiert, wenn nicht gerade Klimagipfel ist. Aber Hauptsache man kann es dramatischer machen.

Der Artikel greift nämlich das Standardargument der Grünen auf, Treibstoff müsse teuer sein, damit die Menschen was für die Umwelt tun.

„Die aktuellen Preise wirken da wie ein Katalysator. Sie befördern einen gefährlichen Größenwahn. Statt auf umweltfreundlichere Kleinwagen umzusteigen, investieren die Deutschen ihr Geld in dicke Diesel-Schlachtrösser: SUV. Diese Autos sind die Unvernunft auf Rädern. Etwa 25 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen sie als vergleichbare Limousinen.“

Dieses Argument ist so herrlich naiv! Als würde sich jemand, der sich einen SUV kauft, da wegen der aktuellen Preise an der Tankstelle entscheiden. Leute die sich einen Audi Q-irgendwas oder einen Porsche Cayenne kaufen, machen sich nicht viel aus der Frage, ob der Liter 10 oder 20 Cent oder gar einen Euro mehr kostet! Da kauft mancher gerne noch die an Tankstellen angebotene Premiumvariante mit sattem Aufschlag.

Am Ende steht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der die Reichen weiter SUV fahren (zur Not halt mit 19l Super auf 100km) und die Armen im (dieselbetriebenen) Bus reisen dürfen, weil sie sich ihren spritsparenden Kleinwagen nicht mehr leisten können.

 

Ein Kommentar

  1. Wess‘ Brot ich ess (bzw. aß), dess‘ Lied ich sing. Der zitierte Artikel stammt vom Margret Hucko, die laut ihrem Autorenprofil auf Spiegel Online früher „Medienkoordinatorin für Greenpeace“ war. Wahrscheinlich hat sie die Chance genutzt, zu Spiegel Online zu wechseln, um dort ihr Greenpeace-Gedankengut unter dem Deckmantel scheinbarer journalistischer Objektivität unter die Leute zu bringen.

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