Klartext von Dr. Kaufmann

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© 2017 Hubert Jelinek

Und bevor jetzt der Aufschrei kommt, Andreas H Kaufmann wäre irgendwie arrogant und gemein. Nö,der sagt nur wie es ist. Und das wollen viele von uns nicht wahrhaben. Leider!
Dass viele, die heute ihr Geld mit Fotografie verdienen, nicht das Geld für eine Leica-Asrüstung haben liegt nicht daran, daß Leicas teuer sind. Das waren die schon immer und sie sind, wie alles eigentlich, teurer geworden.
Und ob sie jemandem das Geld wert sind oder nicht, ist auch egal.
Vielmehr ist in den letzten Jahren (und auch davor gab es sowas wie Inflation) alles teurer geworden, nur die Fotografen sind auf der Stelle geblieben oder sogar mit den Honoraren runtergegangen oder gedrückt worden. Statt die Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, wie alle anderen das gemacht haben.
Die Leica war schon immer die Kamera der Reichen, der Zahnärzte und der Queen. Das war immer Zeug vom Allerfeinsten und teuer.
Das Problem ist, daß sich viele von uns, Zeug vom Allerfeinsten nicht mehr leisten können.
Leica und die Zahnärzte haben es in die Jetzt-Zeit geschafft und ihren wirtschaftlichen Status halten können. Bei uns Fotografen sieht das anders aus. Aber dafür können nicht die Zahnärzte.
Und wer dem Leica-Fotojournalisten_Mythos nachweint und auf Zahnärzte schimpft, dem sei gesagt: Zahnärzte sind vielmehr super Kunden, die ordentlich bezahlen, ganz im Gegensatz zu vielen Printmedien. Und wessen Aufgabe wäre es, den Wert guten Fotojournalismus hochzuhalten? Das ist wohl nicht die Aufgabe der Zahnärzte!
Und wer meint, das Problem ließe sich lösen, indem man jetzt über Kaufmann oder Leica schimpft, weil Fuji ja eh bessere Kameras baut und so weiter, der sollte sich einfach mal die Preise für das neue Nikon 2,8 70-200er oder die Canon 5DIV und das neue 16-35 III ganz in Ruhe ansehen und mit den Preisen der Vorgänger vergleichen.
Wer es jetzt nicht schafft seine Preise den wirtschaftlichen Realitäten anzupassen und Kunden zu finden, die das bezahlen wollen (können könnten das die meisten), der ist verloren.
Nicht wegen Leica, sondern weil man sich selbst unter Preis verkauft!

P.S.: Nur so als Gedanke für alle, die meinen, Leica (oder auch andere Hersteller) müßten den gebeutelten Fotojournalisten im Preis entgegenkommen, wegen dem Mythos-Komplex „Leica & Fotojournalismus“.

Leica hat in der tiefen Krise vor der M8 und M9, auch nicht darum gebeten, daß Fotografen irgendwas zu „Soli-Preisen“ kaufen. Die haben ihre Probleme selbst gelöst. Auch indem sie was am Kundenkreis geändert haben.

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