Ums Große kämpfen, nicht um die Peanuts!

Burda will keine Download- oder Bereitstellungsgebühren mehr für High-Res-Daten bezahlen, wohl auch, weil man nurnoch mit High-Res-Daten arbeiten will.

Das sorgt für einige Aufregung z.B. beim DJV, und man spricht mit einem gewissen Hang zum Drama, davon, Burda wolle Bildjournalisten „finanziell ausbluten“.

Ich kann mich durchaus der Auffassung anschließen, daß diese Downloadgebühren und die Arbeit mit Bilddaten in verschiedenen Auflösungen nicht mehr „State of the Art“ sind. Sie erzeugen, nicht zuletzt für lächerliche Beträge, einen immensen Verwaltungsaufwand.

 
Nun führt das aber zwangsläufig zu der Feststellung, daß auch etwas anderes bei vielen Verlagen nicht mehr „State of the Art“ ist: Die Bildhonorare!
 
Würden die Verlage bei den Honoraren sagen „wir heben die an, so wie der Preis eines 2,8 70-200ers bei Nikon von (wenn ich mich recht entsinne) 1.600,- DM seit den 90er Jahren auf aktuell 3.200,- € (6258.66 DM) gestiegen ist“.  Niemand würde mehr was von irgendwelchen Downloadgebühren sagen, wenn die Honorare heute die 4fache Höhe der Honorare der 90er Jahre hätten.
 
Wenn der DJV sagt „Für die Betroffenen wäre der Wegfall der Downloadgebühr eine Katastrophe“ dann ist das am falschen Ende gejammert und geht am wirklichen Problem vorbei:
Eine Katastrophe sind bei vielen Verlagen die Nutzungshonorare und Tagessätze.
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