Wenn Fotografen psychisch krank machen

Peter Lindbergh sagte 2015 in einem Interview:

„[Photoshop] hat unser Bild der Schönheit versaut, weil die Fotografen heute keinen eigenen Standpunkt haben. Photoshop ist ein Instrument, mit dem man alles glätten kann. Und man macht das, weil es möglich ist. Die Software an sich ist jedoch unschuldig, die meisten benutzen sie einfach nur falsch.“

Dieses „Bild der Schönheit“  kann Menschen krank machen und es sind Fotografen, und im speziellen Hobbyfotografen, die der eigenen Eitelkeit wegen, mit dem Werkzeug Photoshop oder gar speziellen Anwendungen wie „PortraitPro Body“, „PortraitPro“ und Co., dazu beitragen.

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Wer Menschen fotografiert, der sollte den Menschen fotografieren, der da vor ihm steht und ihn nicht nachträglich umbauen, damit er den Standards entspricht, die man erfüllen muß, damit Gleichgesinnte bei Facebook applaudieren. Es mag sein, daß manches Hobby-Model beeindruckt ist, was ein Fotograf da „am Computer rausgeholt hat“.

„Reshape any aspect of the face“

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Die Haut hat keinerlei Textur mehr, die Gesichtsknochen werden angepaßt und der Körper ist ruck-zuck verschlankt und jede vermeintliche Problemzone behoben.

Das mag das sein, was irgendwelche Vorbilder in Trainingsvideos und Seminaren vorleben, das Problem ist aber, daß am Ende ein Foto steht, das für den abgebildeten Menschen, eine Art Landkarte seiner vermeintlichen Unzulänglichkeiten ist.

Dysmorphophobie,

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