Glück

pechmarie

Ich habe Glück und den schönsten Beruf der Welt. 

Andere haben weniger Glück, was aber auch daran liegt, daß sie das Brot im Ofen haben verbrennen lassen, sie die Äpfel nicht vom Baum geholt haben und der Frau Holle nicht das Bett aufschütteln wollten.

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Sensationelle neue Technik!

Fotografie Sensation bei Spiegel-Online!

Ein Autor der Computerzeitschrift c’t entdeckt die Bewegungsunschärfe als Gestaltungsmittel in der Fotografie! Ändert das jetzt alles?

Ich werde übrigens Morgen eine Expedition in eine Pappschachtel mit der Aufschrift ILFORD unternehmen und da vielleicht (aber nur vielleicht) die Schwarz-Weiß-Fotografie entdecken!

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/foto-tipps-richtig-falsch-fotografieren-mit-cyrill-harnischmacher-a-937376.html

Sinnfragen

DIe Fragen „Was mache ich da eigentlich? Um was geht es denn bei dem, was ich da fotografiere? Und mache ich das vielleicht eher für mein Ego als mit tollen Fotos als Ziel?“ sollte sich jeder mal stellen. Warum, dafür gibt dieser Text ein tolles Beispiel:

„I know you have some great photographers, Nick Dungan for example, covering the series but it’s the weekend warriors, the self-proclaimed “professional motorsport photographers” that I take umbrage with. They shoot a plethora of poorly composed, unimaginative snapshots of the grid girls then pass the time while the race is on by taking photos of each other drinking coffee.“

http://www.simonpow.com/blog/opinions/an-open-letter-to-the-btcc/

Die neue Nikon D610 – Rückrufaktion bizarr

Dieser Artikel trifft den Punkt!

Bildschirmfoto 2013-10-09 um 20.10.12

Man stelle sich vor ein Autohersteller bringt ein neues Modell raus, bei dem durch einen Konstruktionsfehler Öl auf die Windschutzscheibe spritzt. Und als Lösung dürfen die Kunden etwas später ein noch neueres Modell, natürlich zum vollen Preis kaufen. Und alle Autozeitschriften jubeln!

Es ist bescheuert, wie alle möglichen Internetseiten sich über die neue Nikon D610 freuen, weil Nikon da das Problem mit Abrieb, der den Sensor verdreckt abgestellt hat.

Für wie doof hält man Fotografen da eigentlich? Jeder Autobauer hätte eine Rückrufaktion gestartet und den ausgelieferten Schrott in Stand gesetzt.
http://fstoppers.com/nikons-d610-and-canons-t5i-are-proof-that-brand-loyalty-is-one-sided

Preisgekrönte Kreativität: „Plagiate“ aus dem Workshop

Wenn man Fotografie als Wettkampfsport begreift und eigentlich nichts mit seinen Bildern zu sagen hat, dann kann das sehr sonderbar ausgehen.

Gerade habe ich in den Kommentaren zu der Affäre um den DVF-Präsidenten bei photoscala einen Kommentar gelesen, der mich wirklich erstaunt hat. Da hat sich nämlich mal jemand die Mühe gemacht und nachgeschaut wie einzigartig kreativ die Siegerbilder bei diesen Wettbewerben so sind. Das, weil er sich irgendwie an das eine Bild erinnern konnte, das bei dem Wettbewerb, wo der DVF-Präsident aufgeflogen ist gewonnen hat.

Juroren (diese ganzen Abkürzunngen hinter den Namen sind wohl irgendwie wichtig) dieses Wettbewerbs waren:
Ralf Heerbrand aus Lünen
Wolfgang Loke – EFIAP/s aus Witten
Bernd Mai 
– DGPh, KDVF, MPSA, MFIAP, EFIAP/p – aus Dortmund

Und tatsächlich findet sich das selbe Motiv und Licht-Setup von einer anderen Fotografin bei den preisgekrönten Bildern der Fotomeisterschaft des Saarlandes 2013, also aus dem gleichen Zeitraum. Juroren in diesem Fall:

Bernd Mai – EKDVF MFIAP EFIAP/p DGPh MPSA aus Dortmund
Wolfgang Loke – EKDVF EFIAP/s aus Witten
Achim Köpf – KDVF EFIAP/g aus Schwäbisch Hall
Bildschirmfoto 2013-10-06 um 19.45.10

Aufmerksame Leser haben bemerkt, die Juroren Mai und Loke haben da in einem Jahr bei zwei Meisterschaften das gleiche Motiv für toll befunden.

Und es ist nicht so, daß es das nicht noch an anderen Stellen geben würde, hier findet sich das (unterste Reihe, 4. von links – Klick aufs Bild führt zur Website) auf der Seite von jemandem, der das ganze als Workshop anbietet.

Bildschirmfoto 2013-10-06 um 19.57.14

Und da wird dann auch gleich klargestellt, daß man sich da auch das Recht erkauft, das zu reproduzieren, was andere da aufbauen

„Jeder Lichtaufbau, jeder SET wird mit dem Belichtungsmesser eingemessen und erläutert: Was, warum und wie!“

und dann damit bei Wettbewerben so zu tun als sei es die ganz eigene Schöpfung:

IM PREIS SIND ERHALTEN: (…) Nicht kommerzielle Veröffentlichungsrechte für eigene Homepage, Fotoforen und Wettbewerbe (…)“
Wie stolz kann man denn auf den Gewinn irgendeines Wettbewerbes mit so einem Bild sein? Wie kann man sich als Urheber eines Bildes fühlen und damit an Wettbewerben teilnehmen, wenn einem andere daran ein eingeschränktes Veröffentlichungsrecht einräumen?

Wenn der Veranstalter den Teilnehmern nur ein nicht kommerzielle Nutzungsrecht zubilligt, dann sieht es so aus, daß die Teilnehmer nicht alleinige Urheber der Bilder sind, weil der Workshopveranstalter durch seinen Beitrag an Licht, Setting, Modellaufmachung rechtlich etc. zu einem sogenannten Miturheber wird. Damit kann man davon ausgehen, daß diese Bilder regelmäßig nicht die von Wettbewerben geforderten Teilnahmekriterien wie z.B. „ich versichere, der alleinige Urheber zu sein und daß das Bild frei von Rechten Dritter ist“ erfüllen.

Davon, daß das alles nicht zu den völlig überhöhten Ansprüchen, die der DVF in Grußworten etc. erhebt paßt.

Dieser DVF ist schon eine sonderbare Veranstaltung. Mit Punkten, Medaillen und so Sachen:

http://www.dvf-fotografie.de/bestenlisten.html

Billige Foto-Clichés wie das Pictogramm an der Klotür

Jan Banning hat völlig recht! Es sind immer wieder die gleichen Clichés, die nichts weiter machen als Vorurteile zu bedienen.

Diese Bilder ezählen nichts, hinterfragen nichts, sondern sind unkritische Pictogramme die dem Leser anzeigen wo der Krieg, das Klo oder der Babywickelraum sind. Und das alles genau so, wie er den Krieg und all die anderen Dinge schon kennt, nur vielleicht von Jahr zu Jahr ein wenig bunter, kontrastiger, photogeshoppter.

http://www.janbanning.com/icon-or-cliche-photojournalism-and-world-press-photo-2013

„What do these photos show us about these conflicts? What we seen last year from Libya we now see from Syria. What we seen last year – and many times before that from Gaza – we see again now. The same men and women (in their cliché’d roles), the same weapons, the same wounded and dead: visual archetypes.  It’s all very poignant, that’s for sure, and vividly photographed by brave, inspired and professional photographers. But it is visualised and presented in such a way that the conflicts have become inter-changeable through the repitition of the photographed aspects and the comparable visual language.“

Fotos können dem Betrachter Geschichten erzählen, sie können ihn herausfordern, das Gezeigte zu verstehen, wenn er im Bild lesen kann und muß. Das Bild, das nur die Clichés in seinem Kopf bedient kann das nicht.

Und dieser Mangel an Inhalt und echter Bedeutung, mag auch eine Erklärung sein, warum Bilder so massiv aufgehübscht werden müssen wie das diesjährige WPP Gewinnerbild.

Aber auch beim WPP gibt es Fotos die mit diesem Cliché-Mechanismus brechen:

„Surprisingly, even in WPP’s conflict categories we do find an example of a photo that questions issues that we regard as self-evident: the photo in which we see members of the Syrian opposition – in our (western) eyes we like to think of them as the good guys – torturing a man who is suspected of collaborating with the Assad regime (Spot News, 2nd prize singles). We can conclude from the fact that the tortured man was released after 48 hours that he appeared to be innocent. This photo shows us that we can’t always divide the world easily into categories like ‘good’ and ‘evil’.“

Taugt die Kamera oder das Objektiv was?

Es gibt Menschen, die unverständliche Grafiken anfertigen, mit denen Menschen, denen die Bilder, die aus einer Kamera kommen, zu diesem Zweck nicht reichen, sich eine Meinung über eine Kamera oder ein Objektiv bilden können.

 

Ich schau mir auch immer eine Massenspektrometerkurve an, wenn ich wissen will, ob mir Rippchen mit Sauerkraut schmecken.

 

© CC Andreas Böhm
© CC Andreas Böhm

 

Mhhhh! Lecker!