Kennzeichnungspflicht für Polizisten

 

Der hessische GdP-Vorsitzende zur geplanten Kennzeichnungspflicht von Polizisten bei Demos etc.

“Die Kennzeichnungspflicht ist einfach nicht notwendig. Man hat uns bis heute keine Fälle vorgelegt, die eine individuelle zwangsweise Kennzeichnung rechtfertigen würden. Die Vergangenheit zeigt, dass die Identität(…) immer feststellbar war. Im Alltag wollen Polizisten Ansprechpartner sein und auch erkennbar sein. Aber in besonderen Situationen wollen sie das Klettschildchen abnehmen, um ihre Privatsphäre zu schützen.”

“Es gibt die Befürchtung, dass die Kollegen dadurch in ihrem beruflichen Vorankommen gehemmt werden.”

“Außerdem wird jeder Polizeibeamte im Einsatz von einem Polizeiführer geführt. Sein eigenes, individuelles Verhalten ist auf ein Minimum reduziert.”

Das ganze Interview hier bei der FR. 

Ob der Polizeiführer im folgenden Bild “Finger in die Augen!” befohlen hat?

 

Palästina-Demos in Deutschland – vor 12 Jahren

Besser geworden ist das im Nahen Osten alles nicht. Nur anders.

Vor 12 Jahren hatten die Pro-Plästina-Demonstranten in Frankfurt noch andere Forderungen, die mehr mit Palästina zu tun hatten, als Fotografen zu bedrängen und ihnen zu erklären, was deren Frauen und Töchtern bevorsteht, wenn Deutschland dann komplett muslimisch ist. Die wollten noch, daß wir zeigen, was sie da tun.

Und dann war eines Tages der Römer voll mit christlichen Nonnen, die, unter anderem und reichlich befremdlich Waffenlieferungen der Bundesregierung für Israel forderten und Transparente mit der Aufschrift “Wir stehen zu Gottes auserwähltem Volk, den Juden!” dabei hatten.

Das einzige, was seit 2002 Fortschritte gemacht hat ist die Technik. Damals war das alles noch auf Film, nach der Demo ab ins Labor und an den Scanner. Und die Bilder verschickte man dann per ISDN.

Schade, daß die Zeit, für den Nahostkonflikt, so garnichts an den wirklich wichtigen Dingen geändert hat.

 

© 2002 http://www.sascharheker.com

 

Korrektur: Der ursprüngliche Text hatte einen kleinen Vertipper. Da stand “2012″ statt “2002″. Ich bin aber 2012 nicht mehr analog unterwegs gewesen und mit Filmen ins Stundenlabor geflitzt, allein schon weil es praktisch keine Stundenlabore mehr gibt.

Redaktionsdurchsuchung wegen Bagatelldelikt eines Lesers

Es ist schlicht beunruhigend und besorgniserregend! Die Polizei hat wegen eines beleidigenden Leserkommentars (unter einem Artikel in Onlineangebot) die Räume des Damstädter Echos durchsucht (und ein Richter hat das angeordnet). Dazu ein Artikel des Frankfurter Anwalts Emanuel Schach, der ausdrücklich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit einer Redaktiosndurchsuchung bei einem Delikt, der würde der Normalbürger das verfolgt sehen wollen, wohl schlicht zur Einstellung des Verfahrens führen würde:

Wir reden also von einer Beleidigung, einer Straftat, bei der Staatsanwälte die Ermittlungen in aller Regel frühzeitig einstellen und die Anzeigenerstatter auf den sogenannten Privatklageweg verweisen. Oder, wie es das Oberlandesgericht Naumburg unlängst in anderem Zusammenhang ausdrückte: ein Bagatelldelikt.

Schon das bietet sicherlich hinreichend Anlass, das Vorgehen der Ermittler kritisch zu hinterfragen: Kann eine Redaktionsdurchsuchung bei solchen Bagatellsachen angemessen und damit zulässig sein?

Der ganze Text hier:

http://emanuelschach.wordpress.com/2014/07/13/die-unschuldsvermutung-uberwunden/

Seitenverkehrte TV-Reportagen

Vielleicht fällt einem das als Fotograf besonders auf, aber mir begegnen ständig TV-Dokus (und ich meine jetzt nicht irgendwelche gecastete und gescriptete Doku-Soaps, sondern wirkliche Journalistische Reportagen) in denen seitenverkehrtes Filmmaterial gezeigt wird. Und das oft aus völlig unverständlichen Gründen und sogar so dreist, daß zwei Personen in einem Fahrzeug innerhalb von drei Schnitten einmal die Plätze tauschen, und das nicht auf den hinteren Sitzen, gerne auch mal mit Buchstaben im Bild, daß man einen Moment denkt, die Handlung sei plötzlich nach Moskau verlegt worden.

DJV-Rettungsknipser zwei Jahre danach

Sie Saat der unsäglichen Rettungsknisper-Kampagne und des Alleinvertretungsanspruches des DVJ ist aufgegangen und wirkt selbst nach zwei Jahren noch in Feuerwehr-Foren nach:

Feuerwehrmann A:

“Es schreien erst einmal einzelne. In diesem Fall ein freier Medienvertreter aus dem Hamburger Bereich. Weiß aber nicht, ob diese “Message” auch von anderen des Berufsstandes vertreten wird.

Deswegen: Wir mögen es auch nicht, wenn eine Feuerwehr unseren Ruf schädigt. Genauso sollte man es in diesem Fall auch halten. Der Urheber des Pamphlets vertritt nicht die deutsche Presse. “

Die Antwort von Feuerwehrmann B:

“Erinnere dich…..
Hier im Forum……
Film der Pressevereinigungsdingens mit einem Feuerwehrs und Kamera…..
Die standen für alle freien Journalisten, also nix mit einzel aus Hamburg oder sonstwo……”

Danke nochmal!

 

Zur Erinnerung:

http://rheker.wordpress.com/2012/09/19/wie-der-djv-die-arbeitsbedingungen-verschlechtert/

http://rheker.wordpress.com/2012/09/21/der-djv-und-der-begriff-satire/

http://rheker.wordpress.com/2012/09/28/der-djv-rudert-volle-kraft-voraus-zuruck/