Fotos als historische Dokumente

Der ganz zum Kiosk lohnt sich! Sehr lesenswerter Artikel zum Thema Fotografie diese Woche im Spiegel. Zwar geht es vordergründig vor allem um Bilder die angeblich die Flucht Deutsche aus dem Osten nach dem Krieg zeigen, in Wirklichkeit aber die Flucht von Opfern der Deutschen, Propagandabilder oder sogar Filmszenen zeigen oder die schlicht (wie der Titel des Begleitbuchs zu Knopps ZDF-Sendung zum Thema) nicht bei der Flucht, sondern 1944 in Aachen aufgenommen worden sind.

Für uns als Fotografen heute sind zwei Sätze aus dem Artikel interessant.

“Historiker Scholz rechnet mit weiteren Korrekturen. Denn jahrelang wurde Bildern geringer Quellenwert zugemessen; sie sollten einen Text illustrieren, mehr nicht”

“Vordergründig geht es um wissenschaftliche und journalistische Standards. Viele Historiker glauben allerdings auch, die kollektive Erinnerung werde inzwischen „zentral über Bilder gesteuert“ (Historiker Gerhard Paul). Umso wichtiger sei Sorgfalt bei deren Auswahl.”