Nose

© Sascha Rheker / www.sascharheker.com

„Keep the subject’s face most straight toward the camera. The face to profile or turned too far to the side will draw attention to the length of [his] nose.“

– Lindsay Adler, How to Photograph A Pronounced Nose, on ww.rangefinderonline.com

Die neue Google Bildersuche

Die neue Google Bildersuche ermöglich es, jedes Fotos, das man irgendwo im Netz findet, bei Facebook und andernorts einfach durch klicken auf einen „Teilen“-Button zu nutzen. Dabei wird die Datei vom Server des Fundortes bei Facebook etc. eingebunden. Und auch in der Google-Bildersuche direkt wird das Bild in voller Auflösung gezeigt und ist da direkt der Rechtsklick speicherbar. Das nennt man deep link oder framing.

Das wirkliche Problem ist aber, daß es derzeit nach gängiger und höchstrichterlicher Rechtssprechung legal ist, Bilder einfach so zu nutzen, solange man „den Serverspeicherplatz und den Traffic gleich mit klaut“ indem man die Datei nicht selbst hostet sondern sich der Datei auf dem Server des Opfers bedient.

Anwalt soll man nun auch sein…

 
6. Sofern der Fotograf selbst in der Lage ist, den urheberrechtlichen
Verstoß einer ungenehmigten Fotonutzung zu erkennen, eine vorgerichtliche
Abmahnung des Verletzers vorzunehmen und letzteres in zurückliegender Zeit
in anderen gleichgelagerten Fällen auch schon getan hat, sind die Kosten
für die Beauftragung eines Rechtsanwalts zur Durchführung des
vorgerichtlichen Abmahnverfahrens nicht notwendig und damit nicht
erstattungsfähig i.S. des § 97a Abs. 1 S. 2 UrhG. Die Kenntnis hierzu kann
der Fotograf auch dadurch erlangen, dass er zuvor in gleichgelagerten
anderen Verfahren anwaltliche Hilfe zur Durchführung der Abmahnung in
Anspruch genommen hatte und sich ihm aufgrund der Gleichartigkeit der
Verletzungen und der dagegen gerichteten außergerichtlichen Vorgehensweise
ohne Weiteres erschließt, wie er zukünftig selbst Verletzungen erkennen und
Abmahnungen durchführen kann.


Auch wenn es da nur um ein Ebay-Foto geht…
 
Nicht nur, daß wir in Deutschland die bedauerliche Situation haben, daß, wer Bilder unrechtmäßig nutzt, maximal den Normalkundenpreis plus Rechtsverfolgungskosten zahlen muß, weil es leider keinen Strafschadenersatz gibt.
 
Jetzt sollen wir auch noch schlechter gestellt werden, indem man uns auf den Kosten für vorgerichtliche Rechtsberatung und anwaltliche Vertretung sitzen lassen will, indem wir die Abmahnung bitte selbst kostenfrei erstellen sollen.

„Die Kenntnis hierzu kann der Fotograf auch dadurch erlangen, dass er zuvor in gleichgelagerten anderen Verfahren anwaltliche Hilfe zur Durchführung der Abmahnung in Anspruch genommen hatte(…)“

Dass das Gericht hier, de facto, vorschlägt, daß wir einfach den Schriftsatz eines Anwalts kopieren sollen, ist dann ja das Sahnehäubchen eines schlechten Scherzes, wenn wir über geistiges Eigentum reden!

Wenn ich mir anschaue, was hier in den letzten Monaten an wirren Schreiben von Urheberrechtsverletztern und deren Anwälten angekommen ist und was da, ohne Anwältin, zu meinen Ungunsten hätte schief gehen können (und was sich dann mitunter auch vor Gericht nicht mehr heilen läßt), wenn ich sowas allein zu bewältigen hätte, dann erscheint das ganze wie ein schlechter Witz!